Was ist das Ergebnis der Rekultivierung?
Das Ergebnis kann ein Wald, ein Feld, eine Wasserfläche oder eine Fläche für Erholungszwecke sein.
Grundlage der forstlichen Rekultivierung ist ein geeigneter Entwurf der Artenzusammensetzung des künftigen Bestands. Früher wurden auf rekultivierten Flächen Monokulturen angelegt, oft nur aus Gemeiner Fichte oder anderen einzelnen Baumarten. Der heutige Trend ist ein anderer. Großer Wert wird auf die Vielfalt und Widerstandsfähigkeit des künftigen Bestands gelegt. Verwendet werden standortgerechte und geografisch heimische Baumarten, damit die Artenzusammensetzung möglichst ursprünglich und vielfältig ist.
Das Ergebnis der hydrischen Rekultivierung ist die Schaffung künstlicher Seen, kleiner Wasserflächen – Feuchtgebiete – und anderer Wassersysteme. Mit der Entstehung größerer Wasserflächen bilden sich starke Ökosysteme, die ihre nähere Umgebung positiv beeinflussen können. Sie dienen als Rückzugsort für viele Tiere und Pflanzen und sind zugleich ein bedeutender Wasserspeicher.
Befanden sich am Abbauort ursprünglich Felder oder andere landwirtschaftliche Flächen, besteht häufig die Anforderung, sie wieder zu Flächen zu rekultivieren, die erneut landwirtschaftlich genutzt werden können.
Die naturnahe Rekultivierung ist ein neuer Trend, der die Ansprüche von Tieren und Pflanzen an die Renaturierung der Landschaft in hohem Maße berücksichtigt, sodass neue, möglichst natürliche Biotope entstehen. Grundlage der naturnahen Rekultivierung ist die Schaffung eines abwechslungsreichen und vielgestaltigen Geländes nach Abschluss des Abbaus, damit die so vorbereitete Fläche für möglichst viele Tier- und Pflanzenarten nutzbar ist.
Die Rekultivierung abgebauter Gebiete erfordert erheblichen Aufwand und ist finanziell anspruchsvoll.
Die durch Rekultivierung entstehenden Flächen können der Region neue Entwicklung eröffnen. Sie tragen zum Wasserrückhalt in der Landschaft bei und erhöhen die Attraktivität für Tiere, Pflanzen und Menschen gleichermaßen.